Erleichterten Wolfsabschuss nutzen

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Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) hat die Politik dazu aufgerufen, Konsequenzen aus der kürzlich vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgestellten Studie „Habitatmodellierung und Abschätzung der potenziellen Anzahl von Wolfsterritorien in Deutschland“ zu ziehen. Nach deren Ergebnissen ist davon auszugehen, dass in Deutschland für etwa 700 bis 1 400 Wolfsterritorien geeigneter Lebensraum vorhanden ist. Angesichts dieser Zahlen müssen dem VDL zufolge nun die Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes, durch die seit wenigen Wochen ein erleichterter Abschuss von auffälligen Wölfen möglich ist, auch tatsächlich genutzt werden. Dazu sei die Einrichtung weiterer Referenzlabore zu prüfen, um schneller zu Analyseergebnissen zu kommen, die die Voraussetzung für eine zeitnahe Entnahme seien, erklärte der VDL. Wenn sich mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes keine Beschleunigung des Verfahrens ergebe, laufe die Änderung an dieser Stelle ins Leere. Daneben übte der VDL, wie bereits zuvor der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV), Kritik an der BfN-Studie. Sie lasse die immensen Kosten des Herdenschutzes unberücksichtigt, wegen denen bereits heute viele Schaf- und Ziegenhalter ihre Betriebe aufgäben, so der VDL. Hinzu komme, dass auch mit dem besten Herdenschutz keine vollständige Sicherheit für die Weidetiere erreicht werde.