Ermittlungen gegen Sauenschlachter

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Ermittlungen gegen einen Schlachthof in Lengerich im Landkreis Emsland aufgenommen. Wie Staatsanwältin Ute Siebert gegenüber dem NDR berichtete, soll der Sauenschlachtbetrieb gegen Tierschutzbestimmungen verstoßen haben. Das Unternehmen werde verdächtigt, die Schweine im Schlachtprozess nicht ordnungsgemäß betäubt zu haben, sodass die Tiere vor ihrem Tod gelitten hätten. Der Hinweis an die Staatsanwaltschaft sei von einer Mitarbeiterin des Landkreises gekommen, die während ihres Dienstes in dem Betrieb tätig gewesen sei. Laut Siebert soll nun ein tierschutzrechtliches Gutachten klären, ob die Vorwürfe berechtigt sind. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte Sauenschlachter Deutschlands; es nahm bisher zu den Vorwürfen öffentlich keine Stellung. Das tat jedoch Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Er betonte, dass Niedersachsen kein Wegschauen beim Tierschutz dulde. Nun seien die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abzuwarten. Sollte sich der Verdacht jedoch bestätigen, sei „das eine gravierende Tierquälerei, die Konsequenzen haben muss.“