Erntedankempfang im Euskirchener Kreishaus

Foto: Dr. Elisabeth Legge

Ein Jubiläum stand in diesem Jahr beim Erntedankempfang der Kreisbauernschaft Euskirchen und des Kreises Euskirchen am Freitag vergangener Woche im Euskirchener Kreishaus an. „Der Empfang findet heute zum 25. Mal statt. Es ist eine schöne Tradition und ich glaube, an der sollten wir gemeinsam festhalten“, betonte Landrat Thomas Ramers in seinem Grußwort gegenüber den erschienenen Landwirtinnen und Landwirten sowie zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, den Kirchen und der Wirtschaft. Die alte Tradition des Erntedanks habe nichts von ihrer Bedeutung verloren. Ramers dankte den Landwirtinnen und Landwirten dafür, „dass wir genug zu essen haben und genug in unserem Kühlschrank ist“. Der Landrat erzählte, dass er in diesem Jahr ein landwirtschaftliches Praktikum auf dem Betrieb des Euskirchener Kreisvorsitzenden Helmut Dahmen absolviert habe. „Und da habe ich eine ganze Menge gelernt. Vor allen Dingen habe ich gelernt, dass es eine sehr sinnhafte und bereichernde Tätigkeit ist, die die Landwirte und ihre Familien verrichten.“ Er habe wertvolle Einblicke vor allem in die Milchviehhaltung erhalten können. Die Landwirtschaft sei ein wichtiger Wirtschaftsbereich. „Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft junge Menschen weiterhin für die Landwirtschaft gewinnen können“, so der Landrat abschließend.

Johannes Schulte-Eickhoff ist die Landwirtschaft durchaus vertraut. „Ich bin Landwirtssohn“, sagte der neue Kaplan von Euskirchen zu Beginn seines Grußwortes. Unbestritten habe dieses Jahr die Landwirtschaft wetterbedingt vor große Herausforderungen gestellt. Aber gerade in einem Jahr mit großen He-rausforderungen sollte man einmal innehalten und sich fragen, was sei gut gelaufen, wo könne man Danke sagen, wo seien vielleicht die diesjährigen Ernteerwartungen sogar übertroffen worden. „Manchmal muss man einfach mehr nach diesem Danke suchen, aber es lohnt sich, genau hinzuschauen“, betonte der Theologe.

Insbesondere die überzogene Auflagenpolitik der Bundesregierung macht den Landwirten Sorgen. Darauf wies Helmut Dahmen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, in seiner Rede hin und forderte, endlich der nationalen Regelungswut Einhalt zu gebieten. Positives konnte der Kreisvorsitzende allerdings aus Richtung Brüssel verkünden. Dort sei man wohl endlich bereit, im gemeinsamen Dialog mit Landwirtschaft und Naturschutz nach Lösungen zu suchen, nachdem Branchenvertreter immer wieder dort vorstellig geworden seien. So komme beispielsweise endlich Bewegung in die leidige Wolfspolitik, betonte der Kreisvorsitzende.

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