Die anhaltende Trockenheit mit hohen Temperaturen setzt den Maisbeständen zu. Wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) berichtet, vertrockneten die Pflanzen vor allem auf leichten Standorten zunehmend von unten. Angesichts des Erntebeginns in der vergangenen Woche rieten die Fachleute den Landwirten, darauf zu achten, dass der Mais nicht zu trocken wird, damit er im Silo noch ordentlich verdichtet werden kann. Dem DMK zufolge haben vor allem der ausbleibende Regen zur Blüte und die sehr geringen Bodenwasservorräte dazu geführt, dass die Kolben nicht oder nur teilweise befruchtet wurden. Außerdem mache die aktuelle Trockenheit den Maispflanzen zu schaffen.
Im vergangenen Jahr waren in Deutschland der amtlichen Schätzung zufolge bezogen auf 35 % Trockenmasse insgesamt gut 104 800 t Silomais eingebracht worden. In den Jahren 2018 und 2019 waren es trockenheitsbedingt nur 86 700 t beziehungsweise 97 500 t gewesen. Zur Ernte 2022 sind in Deutschland laut der amtlichen Statistik 2,03 Mio. ha Silomais beziehungsweise Grünmais einschließlich Lieschkolbenschrot angebaut worden. Damit war dieser der Fläche nach die zweitwichtigste Kultur hinter Winterweizen.