Erweiterung ließe Agrarzahlungen sinken

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Gesetzt den Fall, die Europäische Union würde sich um neun weitere Staaten erweitern, müssten die Landwirte in den derzeitigen Mitgliedsländern mit einem Rückgang ihrer EU-Agrarzahlungen um 20 % rechnen. Dies berichtet die englischsprachige Ausgabe der „Financial Times“. Das Blatt bezieht sich dabei auf eine Untersuchung des Generalsekretariats des EU-Rats. Berechnet wurde, welche Folgen ein Beitritt der Länder Ukraine, Moldawien, Georgien und der sechs westlichen Balkanstaaten unter den Bedingungen des aktuell laufenden Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) auf die verfügbaren Brüsseler Gelder für die derzeitigen Mitglieder der EU hätte. Gemäß der Untersuchung würde der Beitritt der neun Staaten weitgehende Anpassungen erzwingen. Notwendig wären „Übergangsfristen und Schutzmaßnahmen“. Auch wenn die Vollerweiterung ein Jahrzehnt oder länger dauern und größere Reformen der bestehenden Haushaltsvereinbarungen erzwingen würde, käme es der Untersuchung zufolge zu entscheidenden Veränderungen hinsichtlich des finanziellen Gleichgewichts in der EU. Viele der jetzigen Mitgliedstaaten würden dann vom Nettoempfänger zum Nettozahler.