EU bald ohne Sarah Wiener

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Im Juni stehen die nächsten Europawahlen an und gestern wurde bekannt, dass die frühere Fernsehköchin Sarah Wiener nicht wieder antreten wird. Die 61-jährige österreichische Grünen-Politikerin will sich nach eigenem Bekunden künftig intensiver um die Sarah-Wiener-Stiftung kümmern. „Daneben werde ich auch die eine oder andere Tätigkeit vor meiner Zeit als Politikerin wieder aufnehmen und freue mich darauf, wieder Herrin meines selbstgestalteten bunten Lebens sein zu dürfen.“ Wiener kündigte zudem an, sich von ihren Anteilen am brandenburgischen Landwirtschaftsbetrieb Gut Kerkow zu trennen.

 

Ihr auslaufendes Mandat sei „ebenso ein großes Privileg wie harte Arbeit“ gewesen. Neben dem Verordnungsvorschlag zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (SUR), bei dem sie als Berichterstatterin fungierte, benannte Wiener unter anderem die Farm-to-Fork-Strategie, die „Rettung“ der Böden sowie die Lebensmittelqualität und Transparenz im Supermarkt als zentrale Anliegen ihrer parlamentarischen Arbeit. „Diese Themen bleiben auch meine Lebensthemen“, betonte die Österreicherin.

 

Die Jahre im Parlament hätten sie gelehrt, „wie wichtig es ist, auf Augenhöhe miteinander zu reden, einander Respekt zu zollen, aber auch Respekt einzufordern und unsere demokratischen Werte entschieden zu verteidigen“. „Es braucht in diesen Zeiten eine Allianz der Vernünftigen, die auf die Wissenschaft hört und eine zukunftsfähige Vision für Mensch, Natur und Tier verfolgt, die berücksichtigt, wer wir sind und wer wir sein wollen“, so Wiener.

 

AgE/ke