EU-Bürgerinitiative gegen Käfighaltung

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Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Käfighaltung jetzt beenden“ wird aller Voraussicht nach die erforderliche Unterschriftenzahl von 1 Mio. innerhalb der Frist, die am 11. September endet, zusammenbekommen. Davon geht zumindest das Deutsche Tierschutzbüro als einer der Mitorganisatoren aus. Bereits jetzt hätten EU-weit „mehr als 930 000 Menschen“ das Vorhaben offiziell unterstützt, berichtete die Organisation. Etwa ein Drittel dieser Unterschriften soll aus Deutschland kommen. Ziel dieser EBI ist es, die „unmenschliche Behandlung von Nutztieren“ zu beenden, die in Käfigen gehalten werden. Konkret gefordert wird ein gänzliches Verbot der Käfighaltung von Legehennen, Kaninchen, Junghennen, Mast-Elterntieren, Lege-Elterntieren, Wachteln, Enten und Gänsen. Darüber hi­naus hat sich die Initiative aber auch das Verbot von Abferkelbuchten, der Kastenhaltung von Sauen und von Kälbereinzelboxen zum Ziel gesetzt. Die konventionelle Käfighaltung von Legehennen ist in der EU bereits seit dem 1. Januar 2012 verboten. Daher sind eine Reihe der bisherigen Käfiganlagen zu den weiterhin zugelassenen ausgestalteten Käfigen umgebaut worden. Laut Kommissionsangaben wurden 2016 EU-weit insgesamt noch rund 55 % aller Legehennen in Kleingruppen in ausgestalteten Käfigen gehalten. In der Bunderepublik lag dieser Anteil im Jahr 2017 nur noch bei 9 %. In Deutschland darf die Kleingruppenhaltung außerdem nur noch bis zum Jahr 2025 weitergenutzt werden, in bestimmten Ausnahmefällen bis 2028.