EU importiert deutlich mehr

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Die Europäische Union hat im bisherigen Verlauf des aktuellen Wirtschaftsjahres deutlich mehr Zucker als im entsprechenden Zeitraum von 2021/22 eingeführt. Nach Angaben der EU-Kommission führte die Gemeinschaft von Oktober 2022 bis zum 17. Januar 2023 insgesamt 697 000 t Zucker aus Drittländern ein; das waren rund 40 % mehr als in der Vorjahresperiode. Vor allem im November und Dezember 2022 wurden große Mengen an Zucker im Rahmen der zollbegünstigten Importkontingente eingeführt. Auch aus der Ukraine gelangte Zucker in die EU – wichtigste Empfängerländer waren hier Polen und Rumänien. Im Einzelnen füllten sich die EU-Zuckerkontingente im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) bis Mitte Januar mit einer Anlieferung von 422 000 t schneller als in den Vorjahren und wurden damit schon zu 58 % genutzt. Davon entfielen 155 000 t Zucker auf Brasilien. Die „Balkan-Kontingente“ wurden im Berichtszeitraum mit 25 000 t zu 12,4 % ausgeschöpft, wobei Serbien der einzige Lieferant war. Außerdem kamen insgesamt etwa 74 000 t Zucker im Rahmen von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) und der Alles-außer-Waffen-Initiative (EBA) in die Gemeinschaft. Indes wurden die für das laufende Kalenderjahr geltenden EU-Zuckerimportkontingente für Zentralamerika, Kolumbien, Peru und Panama im Zeitraum 1. Januar bis 22. Januar 2023 mit 14 000 t zu 4,4 % genutzt, wovon 12 000 t aus Kolumbien stammten. Wie die EU-Kommission berichtete, standen den Zuckerimporten der Gemeinschaft im Verlauf dieses Wirtschaftsjahres bis zum 21. Januar 2023 Exporte von insgesamt 202 000 t Zucker gegenüber; das waren 98 000 t oder 32,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit blieb die Union klarer Nettoimporteur von Zucker.