Hoher Besuch aus Brüssel: NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hat am Montag den neuen EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, Christophe Hansen, in Düsseldorf empfangen. Er wird in wenigen Tagen seine Zukunftsvision für Landwirtschaft und Ernährung in Europa vorstellen. Gorißen nutzte die Gelegenheit, um sich mit ihm über zentrale Positionen des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums in der Europapolitik sowie über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 auszutauschen. Die aktuelle Förderperiode läuft zwar noch bis 2027, aber die Weichen für ihre künftige Ausrichtung ab 2028 werden schon jetzt gestellt. In diesem Jahr stehen bereits die Vorschläge der EU-Kommission zum Mehrjährigen Finanzrahmen an. Hansen und Gorißen sprachen über Bürokratieabbau, Erhaltung von Produktivität und internationaler Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft sowie die Förderung von Junglandwirten. Gerade die Junglandwirte benötigen laut der Ministerin Zukunftsperspektiven, um die Höfe ihrer Eltern übernehmen zu können. An der EU-Junglandwirteförderung haben in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 2 592 Junglandwirte teilgenommen. Darüber hinaus würden Junglandwirte in Nordrhein-Westfalen auch über das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) besonders gefördert. Hierbei wurde im vergangenen Jahr der Höchstbetrag verdoppelt. Daraufhin habe sich die Zahl der Junglandwirte unter den Antragstellern um ein Drittel erhöht.
MLV NRW