EU legt bei Klimazielen nach

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Die Europäische Union (EU) will ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 % im Vergleich zum Jahr 1990 reduzieren und bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Darauf haben sich vergangenen Mittwoch EU-Kommission, Rat und EU-Parlament im Rahmen des Trilogs zum EU-Klimagesetz verständigt. Bisher galt das Ziel einer Kohlenstoff-emissionsreduktion bis 2030 von lediglich 40 %. Miteinbezogen werden sollen zum ersten Mal auch die natürlichen CO2-Senken der Land- und Forstwirtschaft. Parlamentskreisen zufolge ist es das Ziel, die Kohlenstoffspeicherkapazität weiter auszubauen und so einen Beitrag zum Erreichen der ehrgeizigeren Ziele zu leisten. Positiv bewertet der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Europaparlament, Norbert Lins, die Einbeziehung von Kohlenstoffspeichern. Dies sei ein längst überfälliger Schritt für die Würdigung der Klimaanstrengungen der Land- und Forstwirtschaft, so Lins. Laut dem CDU-Politiker stellt die Einbeziehung der Senken eine wichtige Anreizwirkung für die Kohlenstoffspeicherung in Wäldern, Böden, Mooren und Feuchtgebieten dar. Lins zeigte sich zudem überzeugt, dass das Klimagesetz in der jetzigen Form Landwirte und Forstwirte nur noch stärker anspornen werde, mehr für den Humusaufbau und die nachhaltige Forstwirtschaft zu tun. Die Mitgliedstaaten forderte der Agrarpolitiker auf, die individuellen Leistungen der Branchen mit einem angemessenen Preisschild zu versehen.