EU-Parlament will Selbstversorgung stärken

Foto: Fred Marvaucx/EP

Die EU muss unabhängiger von Einfuhren von Dünge- und Futtermitteln und anderen Rohstoffen werden, die für die Lebensmittelerzeugung genutzt werden. Das fordern die Abgeordneten des EU-Parlaments in einer am Mittwoch der Vorwoche mit großer Mehrheit angenommenen Entschließung zur Sicherstellung der Nahrungsmittelerzeugung. Überdies müsse es einen konkreten EU-Aktionsplan geben, der unter anderem für die Bevorratung strategischer Nahrungsmittelreserven im Krisenfall sorge. Die Abgeordneten unterstreichen, dass die Finanzierung des Zugangs der Landwirte zu digitalen Technologien und zur Präzisionslandwirtschaft entscheidend für die Steigerung der Erträge und die Verringerung des Einsatzes von Pestiziden und des Wasserverbrauchs sei. Auch solle ein neues EU-Programm geschaffen werden, um Bewässerungsanlagen zu modernisieren und neue Infrastrukturen im Wassermanagement zu fördern. Darüber hi­­naus spricht sich die Mehrheit der Abgeordneten im Parlament für den Einsatz neuer Züchtungstechniken aus. Diese könnten die Pflanzen widerstandsfähiger machen. Außerdem müsse der Zugang von Kleinbauern zu digitalen Technologien und präzisem Erntemanagement finanziell unterstützt werden.

Des Weiteren müsse das Thema Lebensmittelverschwendung angegangen werden. Der Green Deal wird von den Parlamentariern als ein möglicher „Meilenstein“ hin zu einer grüneren, nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Wirtschaft und Landwirtschaft anerkannt. Gleichzeitig wird aber daran erinnert, dass einige der vorgeschlagenen Maßnahmen unbeabsichtigte Auswirkungen auf landwirtschaftliche Betriebe haben könnten.

AgE