Die europäische Landwirtschaft sollte nicht nur die Menschen mit Lebensmitteln versorgen, sondern auch ein „Werkzeug für mehr Beschäftigung“ und für „Investoren interessant“ sein. Dies hat die slowakische Landwirtschaftsministerin und bis Jahresende amtierende Präsidentin des EU-Agrarrats, Gabriela Matečná, am Mittwoch vergangener Woche im Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments, anlässlich der Vorstellung ihres Arbeitsprogramms, betont. Europas Landwirtschaft sei ein „wachstumsrelevanter Sektor, der unser Interesse und unsere Hilfe“ brauche, sagte die Ratsvorsitzende. Die slowakische Präsidentschaft wolle nach Wegen suchen, wie die Position der Landwirte in der Wertschöpfungskette der Lebensmittelversorgung gestärkt werden könne. Dabei gelte es den Grundsatz der Fairness herauszustellen. Geplant sei die Annahme entsprechender Ratsschlussfolgerungen, sagte die Ministerin. Für den Milchsektor seien zusätzliche Hilfen erforderlich, erklärte die Slowakin. Auch im Hinblick auf den Schweinefleischmarkt erachtet die slowakische Präsidentschaft die Krise noch nicht für überwunden. Generell müsse es darum gehen, die Landwirtschaft attraktiver zu machen, „auch im Hinblick auf künftige Generationen“.