EUDR: Özdemir im Fokus

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Nachdem sich das Europäische Parlament dafür ausgesprochen hat, die EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) zu verschieben und anzupassen, richten sich in Deutschland die Blicke auf Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Der Vorsitzende des Bundestagsernährungsausschusses, Hermann Färber, forderte den Minister auf, im Brüsseler Agrarrat den Anliegen des Parlaments zuzustimmen. Ähnlich äußerten sich die Verbandschefs der Waldbesitzer sowie der Familienbetriebe Land und Forst, Prof. Andreas Bitter und Max von Elverfeldt. Sollten die Vorschläge des Parlaments keine Zustimmung im Rat finden, würde die EUDR zum 1. Januar 2025 in ihrer derzeitigen Fassung umgesetzt werden.

 

Bislang habe Bundesminister Özdemir eine Verschiebung der EUDR um ein Jahr unterstützt, inhaltliche Änderungen an der weitreichenden Verordnung aber abgelehnt, so Färber am Freitag vergangener Woche in Berlin. Aus Sicht des CDU-Politikers sind inhaltliche Änderungen aber unbedingt notwendig, um die heimische Forst- und Holzwirtschaft von Bürokratie zu entlasten. Dieses Ziel werde insbesondere durch den Vorschlag des Parlaments erreicht, eine klar definierte Null-Risiko-Kategorie für Länder einzuführen, in denen seit 1990 keine Entwaldung stattgefunden habe. Die Probleme globaler Entwaldung lassen sich Färber zufolge nicht durch Bürokratieaufbau in Ländern lösen, in denen es kein Entwaldungspro­blem gibt. „Unsere Forstleute dürfen nicht durch übermäßige und nutzlose Büroarbeit gelähmt werden“, so Färber. Im Wald müssten wichtige Aufgaben erledigt werden, um den Umbau zu klimastabilen Mischwäldern weiter voranzubringen.