Europaparlament pocht auf faire Preise

Im Kampf gegen Billigpreise für Agrarprodukte erhalten Europas Landwirte Unterstützung aus dem Europaparlament. Die EU-Kommission sollte Vorschläge gegen unlautere Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette vorlegen, um angemessene Einkünfte für die Landwirte und eine umfangreiche Auswahl für die Verbraucher zu sichern, heißt es in einer am Dienstag vergangener Woche vom Hohen Haus in Straßburg angenommenen Entschließung. Ziel der EU-Vorgaben müsse sein, faire und transparente Beziehungen zwischen Erzeugern, Lieferanten und Vertreibern von Lebensmitteln zu gewährleisten. EU-Agrarkommissar Phil Hogan begrüßte die Entschließung. „Wir müssen verhindern, dass Unternehmen große Unterschiede in der Verhandlungsmacht für unfaires Geschäftsgebaren missbrauchen“, sagte Hogan in der Straßburger Plenardebatte. Er sieht aber nach wie vor keinen europäischen Handlungsbedarf, sondern in erster Linie die Mitgliedstaaten in der Pflicht. Auch verwies der Ire auf die von ihm eingerichtete Task Force für den Agrarmarkt, die zu dem Thema noch in diesem Jahr Schlussfolgerungen vorlegen werde.