Export stützt deutsche Landtechnikhersteller

Die Umsätze der Landtechnikhersteller in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2016 dank höherer Exporte erstmals seit 2013 insgesamt wieder gestiegen, doch bleibt die Lage angespannt. Wie der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Mitte vergangener Woche in Frankfurt mitteilte, wurden von Januar bis Juni dieses Jahres im Bundesgebiet Landmaschinen und Traktoren im Wert von 4,19 Mrd. € gefertigt; das waren 1,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. „Anhaltend hohe Ausfuhren im Wert von gut 3 Mrd. € haben dazu beigetragen, die nach wie vor schwache Inlandskonjunktur ein Stück weit abzufedern“, erklärte VDMA Landtechnik-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. Er wies jedoch da­rauf hin, dass von einer echten Erholung „noch nicht die Rede sein“ könne. Vor allem die Umsätze am deutschen Markt stellten die Unternehmen nicht zufrieden, denn sie verringerten sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 14 % auf 1,08 Mrd. €. Scherer führt dies auch auf die Milchpreiskrise zurück, die auf die Stimmung im gesamten Agribusiness drücke. Einer Kundenbefragung des VDMA-Fachverbandes zufolge planen derzeit nur 9 % der deutschen Landwirte in der zweiten Jahreshälfte in Neumaschinen zu investieren. Besser lief es dagegen laut ­VDMA Landtechnik zumindest teilweise im Export, auf den im Berichtszeitraum 72 % der Umsätze entfielen.