Zunehmend restriktive Düngevorgaben verlangen nach Anpassungsstrategien im Ackerbau, damit deutscher Weizen auch künftig ein Exportschlager bleibt und nicht zum Auslaufmodell wird. Dies ist beim diesjährigen Ackerbauforum des Deutschen Bauernverbandes (DBV) thematisiert worden, das Dienstag vergangener Woche in Berlin im virtuellen Format stattfand. Nach Beobachtung von DBV-Vizepräsident Detlef Kurreck sind die landwirtschaftlichen Märkte aktuell „regelrecht gierig“ nach agrarischen Rohstoffen. Und gerade jetzt müsse sich Deutschland aufgrund der novellierten Düngeverordnung im Ackerbau „ein Stück weit von der bisherigen Intensität“ verabschieden. Trotz strengerer Düngevorgaben in Deutschland verlangten die Exportmärkte aber auch in Zukunft nach Mahlweizen mit einem Eiweißgehalt von 12,5 %. Um solche Qualitäten bei reduzierter Düngung produzieren zu können, hält Kurreck Anpassungen in der Fruchtfolge und neue Weizensorten für unabdingbar.