Fast 600 ASP-Wildschweine

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Seit dem ersten Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Deutschland im September 2020 ist die Zahl der infizierten Schwarzkittel bis zum Donnerstag vergangener Woche auf 594 gestiegen. Sie dürfte inzwischen die Marke von 600 Tieren überschritten haben. Das Seuchengeschehen konzentriert sich weiter auf Brandenburg, wo es vergangene Woche mehr als drei Dutzend nachgewiesener Neufälle gab. In Sachsen blieb es bei bisher 19 aufgefundenen ASP-Wildschweinen. Das aktive ASP-Geschehen in Ostdeutschland und Polen lässt die Sorgen vor einer möglichen Einschleppung in Nutzschweinebestände oder in andere Bundesländer wachsen. „Zum Glück wirken unsere Vorsorge- und Hygienemaßnahmen, sodass bislang ein Eintrag der Afrikanischen Schweinepest in unsere deutschen Hausschweinbestände vermieden werden konnte“, erklärte Niedersachsens Landvolkpräsident Jörn Ehlers. Mehr als zwei Jahre nach dem ersten ASP-Fall bei einem Wildschwein in der südbelgischen Provinz Luxemburg dürfen die dortigen Schweinehalter wieder Tiere einstallen. Ein entsprechendes Dekret wurde am Montag vergangener Woche vom belgischen Chefveterinär Dr. Jean-François Heymans von der Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) unterzeichnet.