Die in der „Süddeutschen Zeitung “ (SZ) gegen ihn erhobenen Vorwürfe hat der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Gero Hocker, zurückgewiesen. Gemeinsam mit der Fraktion erklärte Hocker am Dienstag vergangener Woche in einem Statement, dass er an einem öffentlichen Gesprächsformat teilgenommen habe, „das rechtlich nicht zu beanstanden ist“. So seien Gesprächspartnern lediglich Produktionskosten von jeweils rund 1 500 € von der verantwortlichen Agentur in Rechnung gestellt worden. Hocker habe weder Geld erhalten noch bestehe eine Verbindung zwischen politischen Entscheidungen und dem Gesprächsformat. „Um keinen falschen Anschein zu erwecken, wird die Agentur auf Bitte Gero Hockers aufgelöst“, heißt es in dem Statement. Die Süddeutsche Zeitung hatte in ihrer Ausgabe am selbigen Tag unter dem Titel „Gefährliche Saat“ berichtet, dass Mitarbeiter Hockers Lobbyisten für Facebook-Talks mit dem FDP-Agrarpolitiker für einige Tausend Euro verkauft haben sollen. Das Geld sei nicht an Hocker geflossen, sondern an „Feinschliff-Consulting“, eine Anfang 2019 gegründete Berliner Beratungsfirma. Deren Inhaber seien jedoch laut SZ eng mit Hocker verbandelt. Hocker selbst betont, der Vorwurf, er nehme als Abgeordneter politischen Einfluss im Sinne seiner zahlenden Talkgäste sei „vollständig konstruiert“.