Wegen eines massiven Befalls mit Feldmäusen sorgen sich derzeit vor allem die Landwirte im Thüringer Becken und in den Ackerbauregionen Nordthüringens um ihre Ernte. Wie der Thüringer Bauernverband mitteilt, fressen die Tiere einen Großteil der Ernte und verursachen damit Schäden von bis zu 400 €/ha. Deshalb sei die Existenz vieler Betriebe bedroht, nachdem sie in den beiden Vorjahren unter Trockenheit gelitten hätten. Um weiteren, schweren wirtschaftlichen Schäden auch mit Blick auf die bevorstehende Aussaat von Winterkulturen wie Raps entgegenzuwirken, müssten die Feldmäuse effektiv bekämpft werden. Laut Verbandsvizepräsident Dr. Lars Fliege können die Landwirte aber wegen der Einschränkungen der Schädlingsbekämpfung zum Schutz des Feldhamsters nichts tun. Deshalb forderte der Verband Ausnahmegenehmigungen für das laufende Jahr.