Grünes Licht für den Landurlaub zu Ostern fordern die rund 10 000 Ferienbauernhöfe in Deutschland. Die Betriebe unterstützten die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trotz massiver wirtschaftlicher Verluste, erklärte die Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland (UaB). Angesichts der fortschreitenden Impfkampagne und unter strengen Hygienemaßnahmen sei jedoch eine Öffnung der Ferienhöfe zu verantworten. „Viele unserer landwirtschaftlichen Betriebe brauchen dieses zweite Standbein“, betonte die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft, Ute Mushardt. Ihren Angaben zufolge beläuft sich der Umsatzverlust der Anbieter durch Corona bis jetzt auf 325 Mio. €. Rund 10 % des Umsatzes auf den Ferienhöfen entfallen laut Mushardt auf das Ostergeschäft. Mehr als die Hälfte der Ferienbetriebe käme nach eigenen Angaben ohne das Ostergeschäft in Liquiditätsengpässe. Dies sei umso schwerwiegender, als die meisten Betriebe keinen Anspruch auf Corona-Hilfen hätten, gab die Vorsitzende zu bedenken. In einer bundesweiten Video-Aktion wenden sich derzeit 100 Anbieter an die Politik. Landurlaub sei eine sichere Urlaubsform, so ihre Botschaft. Den Teilnehmern zufolge versorgen sich die Gäste autark und verbringen ihren Urlaub nur mit dem eigenen Haushalt. Bereits im Sommer 2020 hätten die Ferienbetriebe mit ihren Hygienekonzepten einen maßgeblichen Beitrag zum sicheren Reisen geleistet. Der Bauernhofurlaub sei mit Abstand die sicherste Urlaubsform während der Pandemie und biete zugleich die nötige Erholung und Bewegung in der Natur.