Flächenverbrauch nimmt zu

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Ungeachtet politischer Ziele auf Bundes- und Landesebene zeichnet sich beim Flächenverbrauch kein Trend zum Besseren ab. Im vierjährigen Mittel der Jahre 2018 bis 2021 wuchs die Siedlungs- und Verkehrsfläche um durchschnittlich 55 ha pro Tag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm der tägliche Anstieg damit gegenüber dem Wert des Vorjahres, der 54 ha in den Jahren 2017 bis 2020 betragen hatte, sogar leicht zu. Erklärtes Ziel der Bundesregierung in der Nachhaltigkeitsstrategie ist es bekanntlich, den mittleren täglichen Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf weniger als 30 ha zu begrenzen. Angesichts des jüngsten Bevölkerungszuwachses auf 84,3 Mio. Menschen und dem damit verbundenen Bedarf an zusätzlichen Wohnungen stellt sich dieses Ziel allerdings noch ehrgeiziger dar. Bis 2050 wird eine Flächenkreislaufwirtschaft angestrebt. Das bedeutet, es sollen dann netto keine weiteren Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke erschlossen werden. Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Kühn vom Bundesumweltministerium sprach von einer bedenklichen Entwicklung des Flächenverbrauchs. Einmal mehr gelte es, bei der Siedlungsentwicklung den Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ zu beherzigen und zu stärken. Mit Blick auf die Verkehrsflächen müsse der Erhalt der maroden Straßen und Brücken unbedingten Vorrang vor dem weiteren Ausbau oder gar Neubau haben.