Flächenverlust hält an

Die Bundesregierung ist erneut Forderungen nach einem gesetzlich verankerten Erhaltungsgebot für landwirtschaftliche Flächen entgegengetreten. Es gebe keine rechtlichen Möglichkeiten für den Bund, in die konkrete Planungstätigkeit der Kommunen als grundgesetzlich verankerte Träger der Planungshoheit einzugreifen, betont die Regierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Wie daraus weiter hervorgeht, ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren deutlich angestiegen. Die Landwirtschaftsfläche ging dagegen von 2004 bis 2014 um rund 4 700 km² oder 2,5 % zurück. Deren Anteil an der gesamten Bodenfläche in Deutschland lag 2014 bei knapp 52 %. Die höchsten Anteile an Agrarflächen gab es im Berichtsjahr in Schleswig-Holstein mit rund 70 %, Mecklenburg-Vorpommern mit gut 62 % und Sachsen-Anhalt mit etwas  mehr als 61 % an der jeweiligen Landesfläche.