Liebe Leserinnen, liebe Leser,
und die Deutschen lieben Fleisch doch. Trotz eines angeblichen Veggie-Booms greift nach wie vor die Mehrheit zum Fleisch. Immerhin bewegte sich die Fleischerzeugung im vergangenen Jahr auf Rekordniveau. Die Schlacht- und Zerlegebetriebe in Deutschland haben 2015 so viel Fleisch produziert wie niemals zuvor (siehe Meldung auf S. 5). So erhöhte sich die gewerbliche Fleischerzeugung gegenüber 2014 um 0,3 % auf 8,22 Mio. t. Der Höchstwert aus dem Jahr 2011 wurde dabei um 25 300 t überschritten. Viele Verbraucher wollen also nicht auf ihre geliebte Wurst oder ihr geliebtes Stück Fleisch verzichten. Fakt ist: Fleisch ist ein hochwertiger biologischer Eiweißlieferant, der sich zudem weltweit steigender Nachfrage erfreut.
Für die Tierhalter ist dies eine gute Nachricht, aber sie müssen weiter in Habachtstellung sein. Denn das Bild, das die Gesellschaft von der Landwirtschaft hat, lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Vor allem die Tierhalter stehen immer wieder im Fokus der Kritik. Auch wenn der eine oder andere Tierhalter es angesichts der derzeitigen Preismisere nicht hören mag: Die Landwirtschaft muss weiter am Image feilen und mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Und die Schweine-, Geflügel- und auch Rinderhalter müssen auch weiterhin zeigen, dass sie das Thema Tierwohl ernst nehmen. Und es muss mit Halbwahrheiten aufgeräumt werden, wie etwa, dass der Fleischkonsum Umwelt und Klima belastet. Die gesamte Branche ist also weiter gefordert, meint
Ihr LZ-Redaktion
E. Legge