Fromme Gebete im Sperrgebiet

Foto: Josef Kleinhenz

Uniformierte Soldaten wachen darüber, dass Pilger nicht vom Weg abweichen, bei einer der ungewöhnlichsten Wallfahrten in Deutschland

 

Halt! Scharfschießen! Lebensgefahr! Die Warnung auf einem Schild klingt nicht gerade einladend für Pilger. Besonders beunruhigt scheint deshalb aber keiner. Wir befinden uns in der Rhön unter Wallfahrern. Sie sind unterwegs auf einer 52 km langen Panzerstraße und durchqueren einen Truppenübungsplatz. Die Strecke durch militärisches Sperrgebiet macht die Prozession zu einer der ungewöhnlichsten in Deutschland.

 

Ziel ist die kleine Wallfahrtskirche Maria Ehrenberg an der bayerischen Grenze zu Hessen, die seit 1937 im Truppenübungsplatz Wildflecken liegt. Dort werden schon am Vortag von Maria Himmelfahrt, also am 14. August, über 1 000 Pilger erwartet. Sie verehren seit mehr als 500 Jahren das spätgotische Gnadenbild „Mutter der Barmherzigkeit“. Los geht es im unterfränkischen Bischofsheim-Wegfurt um 9 Uhr nach dem Wallfahrersegen.

 

Mehr in LZ 33-2025 ab S. 48.

 

Josef Kleinhenz