Frühjahrskur für das Grünland

Foto: Eugen Winkelheide

Das Grünland besteht idealerweise aus einer Pflanzengesellschaft aus Gräsern wie Deutsches Weidelgras, Knaulgras, Wiesenlieschgras, Wiesenschwingel, Wiesenrispe sowie Weiß- und Rotklee. Erwünschte Kräuter sind zudem Löwenzahn, Schafgarbe, Wiesenkümmel und Spitzwegerich, wenn sie bestimmte Anteile im Futter nicht überschreiten. Welche Maßnahmen im Frühjahr auf dem Grünland notwendig sind, erklärt Eugen Winkelheide, Landwirtschaftskammer NRW.

 

Vielfältige Faktoren können zu Veränderungen in der Zusammensetzung der Narbe führen. Hierzu zählen eine unsachgemäße Beweidung, die Nutzung mit zu schweren Erntegeräten bei ungeeignetem Wetter, Mäuse- oder auch Wildschweinschäden. Um eine solche Pflanzengesellschaft zu erhalten, sind daher Düngungs-, Pflege- und Nachsaatmaßnahmen sowie Unkrautregulierungsmaßnahmen unverzichtbar. Das Wichtigste ist die Erhaltung einer dichten Grasnarbe, weil Unkrautsamen darin nur schlechte Keim- und Auflauf- oder Wuchsbedingungen vorfinden. Erst wenn es zu einer auffälligen Entartung des Bestands gekommen ist, sind gezielte Unkrautbekämpfungsmaßnahmen ins Auge zu fassen.

 

In diesem Frühjahr schließen die Bestände durch die anhaltend günstigen Wuchsbedingungen der Gräser sehr schnell. Wo es möglich ist, sollten zur Anregung des Wachstums die Wiesen noch abgeschleppt oder gestriegelt werden. Mit dieser Maßnahme können vereinzelt Unkräuter wie die Vogelmiere noch herausgerissen und dezimiert werden. Bei etablierten Pflanzen wie dem Ampfer ist dies nicht möglich. Auffällig ist derzeit, dass der Ampfer bereits sehr weit entwickelt ist. Viele Pflanzen haben jetzt schon das Stadium der vollen Rosette erreicht. Es werden bald die ersten Blütenstängel geschoben und nach vier bis fünf Wochen vermutlich die ersten Samen gebildet.

 

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