Frühkartoffeln litten unter Hitzestress im Sortenversuch

Foto: Peter Lövenich

Bei den Frühkartoffeln erinnerte in diesem Jahr vieles an das Trockenjahr 2018: Spätes Auspflanzen, explosionsartige Entwicklung der Bestände, frühe Trockenheit und große Hitze. Was das für die Sortenwahl bedeutet, hat Peter Lövenich, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, untersucht.

Wie vor vier Jahren kamen die sehr frühen Sorten mit diesen Bedingungen jedoch etwas besser zurecht als Anschluss- und Lagerware. Dennoch gab es auch in diesem Jahr wieder Unterschiede in den Sorten.

Die Frühkartoffelsaison startete mit physiologisch jungem Pflanzgut, welches deutlich ruhiger war als in den Vorjahren. Entsprechend träge verhielten sich keimruhige Sorten wie Glorietta oder Lea beim Vorkeimen. Vereinzelt wurden in den Frühkartoffelgebieten am Niederrhein bereits Mitte Februar die ersten Kartoffeln gelegt. Dabei handelte es sich aber ausschließlich um Folienware, bei der zusätzlich die Möglichkeit einer Frostschutzberegnung gegeben war. Im späteren Februar wurden aber keine nennenswerten Flächen mehr bestellt. Ab Ende Februar bis in die erste Märzwoche folgte mehrtägiger Bodenfrost, der aber an den wenigen bestellten Flächen keinen Schaden anrichten konnte.

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