Für Debatte über neue Züchtungstechniken

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In Nordrhein-Westfalen macht sich die CDU für eine Debatte über neue Züchtungstechniken wie CRISPR/Cas stark. „Wir brauchen einen breiten Diskurs über Chancen und Risiken dieser neuen Methoden, bei dem mit und nicht über die Wissenschaft gesprochen wird“, erklärte die CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Patricia Peill am Montag vergangener Woche anlässlich einer Anhörung zum Antrag „Vorteile für Umwelt, Klimaanpassung und Wirtschaft nutzen – Akzeptanz für neue Pflanzenzüchtungsmethoden stärken und Technologieoffenheit sicherstellen“ im Umweltausschuss des Landtages. Ziel der Initiative von CDU und FDP ist es nach Angaben von Peill, die neuartigen Verfahren, bei denen kein artfremdes Erbgut in die veränderten Pflanzen eingebracht werde, von der klassischen Gentechnik abzugrenzen.

Laut der Abgeordneten gab es in der Anhörung von den Experten überwiegend Zustimmung. Der Einsatz einer „Genschere“ in der gezielten Pflanzenzüchtung werde als große Chance gesehen für eine nachhaltigere Landwirtschaft, eine effizientere Lebensmittelproduktion und den Erhalt genetischer Vielfalt. Vertreter der Pflanzenzüchtung hätten zudem großen Unmut geäußert, weil sie gegenüber ihren Kollegen in den USA, Kanada, Japan und perspektivisch auch China schon in der Erforschung neuer Züchtungsmethoden benachteiligt seien. Freilandversuche mit per Genschere editierten Pflanzen seien in der Europäischen Union aufgrund der strengen Regeln quasi unmöglich, so Peill. Als „besonders interessant“ bewertete die CDU-Politikerin die Einschätzung des Direktors des Instituts für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn, Prof. Dieter Sturma, der dem Trend „Zurück zur Natur“ als höchstem ethischen Ziel eine Absage erteilt habe. Der Mensch habe unumkehrbar auf die Natur eingewirkt; die Folgen dieser Einwirkung im Zaum zu halten, sei jetzt der ethische Auftrag für die Zukunft. Wenn Innovationen wie die Genschere dabei helfen könnten, die Lebensmittelversorgung der Menschen nachhaltiger zu gestalten, dann könnten sie nach ethischen Gesichtspunkten nicht pauschal abgelehnt werden. AgE