Vorstellung des LEADER-Projekts „Zukunftsdörfer“
Wie können unsere Dörfer lebenswerter, nachhaltiger und widerstandsfähiger werden? Antworten auf diese Frage lieferte eine Online-Veranstaltung des Zentrums für ländliche Entwicklung (ZeLE) im Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MLV) des Landes Nordrhein-Westfalen. Vorgestellt wurde das LEADER-Projekt „Zukunftsdörfer“, das seit Oktober 2023 in den drei LEADER-Regionen Eifel, Zülpicher Börde und Rheinisches Revier an Inde und Ruhr läuft. Die Biostationen Düren, Bonn/Rhein-Erft und Euskirchen betreuen das Projekt als Partner.
„Die ökologische Dorfentwicklung verbindet den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit einer aktiven Gestaltung des sozialen und wirtschaftlichen Lebens vor Ort“, erläuterte Nora Zurnieden vom ZeLE. Sie übergab das Wort an Sarah-Maria Hartmann von der Biologischen Station Düren und Jennifer Thelen von der Biologischen Station Euskirchen, die das Projekt „Zukunftsdörfer“ vorstellten.
„Das Projekt läuft noch bis zum 30. September 2026 und Hauptziel ist es, die Artenvielfalt in den Dörfern zu erhalten und zu verbessern“, erklärte Sarah-Maria Hartmann. Finanziert werde es durch EU-Gelder des LEADER-Programms, das MLV sowie die Kreise Düren, Rhein-Erft und Euskirchen. Es würden kleine Projekte vor Ort in den Dörfern unterstützt, wie beispielsweise Pflanzaktionen. Ein Teil der notwendigen Sachmittel wie Nisthilfen oder Pflanzgut würden durch Projektgelder finanziert. „Wir versuchen, kommunale Flächen aufzuwerten, indem wir die Mahdzeitpunkte anpassen, oder beraten Vereine, öffentliche Einrichtungen oder Privatpersonen bei der naturnahen Gartengestaltung“, berichtet sie. Ein wesentlicher Teil sei außerdem das Netzwerken durch Workshops und Veranstaltungen, aber auch Öffentlichkeitsarbeit durch Informationsstände auf Märkten und Veranstaltungen.
kj
Mehr in LZ 25-2025 auf S. 52.