Bei Triticale hat sich in den letzten Jahren im Sortenspektrum nur wenig getan. Die heutigen, aufgrund fehlender Alternativen, immer noch häufig angebauten Sorten, zum Beispiel Grenado, Adverdo und Dinaro, glänzen zwar durch eine gute Standfestigkeit, dafür wird die Gesundheit aber immer schlechter. Tobias Schulze Bisping, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, gibt Tipps zur Behandlung von Triticale.
Bevor man an die erste Maßnahme zur Absicherung der Standfestigkeit denkt, müssen viele Bestände erst einmal wieder durchgrünen und sich regenerieren. Vor allem starker Mehltaubefall im Dezember und Januar hat Triticale so sehr geschwächt, dass Pflanzen ausfallen und der Bestand ausdünnt oder größere Lücken entstehen. Besonders stark ist dieses Bild am Niederrhein und im Nord- und Westmünsterland aufgetreten. Daneben haben unter anderem die Bodenherbizide im Herbst bei nicht ausreichender Saatgutabdeckung zu Pflanzenausfällen geführt. Im Einzelfall gibt es auch umbruchwürdige Flächen. Die meisten Bestände werden sich aber mit zunehmender Erwärmung erholen und sich regenerieren. Dann kann auch weiter aufgedüngt werden. Diese Bestände werden aber insgesamt dünner und lückiger stehen, sodass die natürliche Standfestigkeit steigt.
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