Futter mit Zweit- und Zwischenfrüchten

Foto: Hubert Kivelitz

In Zeiten hoher Flächenkosten und knapper Flächenverfügbarkeit gewinnt die effiziente Nutzung der Vegetationszeit zunehmend an Bedeutung. Zwischenfrüchte können sowohl in der Milchviehhaltung als auch für Biogasanlagen die Flächenproduktivität und Rentabilität erhöhen. Wie, erklärt Hubert Kivelitz, Landwirtschaftskammer NRW.

 

Besonders in Fruchtfolgen mit Mais sowie Getreide oder Getreide-GPS stehen je nach Region bis zu fünf Monate zusätzlicher Vegetationszeit zur Verfügung, in denen Zwischenfrüchte das Biomassepotenzial einer Fruchtfolge erweitern können. Neben der Bereitstellung von Futter in ertragsschwachen oder trockenen Jahren erfüllen Zwischenfrüchte zahlreiche ökologische Funktionen. Winterzwischenfrüchte liefern über Wurzeln und Pflanzenreste große Mengen organischer Substanz und fördern dadurch Humusaufbau, Bodenstruktur und Bodengare. Welsches Weidelgras kann allein über die Wurzelmasse 20 bis 40 dt TM/ha organische Substanz in den Boden einbringen. Vor allem in maisbetonten Fruchtfolgen wirkt der Winterzwischenfruchtanbau daher wie eine Bodenkur. Früh gesät, bedecken Winterzwischenfrüchte den Boden von August bis April und leisten wichtige Beiträge zum Erosions- und Gewässerschutz. Hinzu kommen positive Effekte auf Unkrautunterdrückung, biologische Schädlingsregulation und Stickstoffanreicherung durch Leguminosen.

 

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