Die Landwirtschaftsminister der G20-Staaten haben sich für Agrarpolitiken ausgesprochen, die sowohl den Aspekten der Ernährungssicherung als auch denen des Klimaschutzes gerecht werden. Zum Abschluss ihres Treffens am 18. September in Florenz stellten die Ressortchefs in einer gemeinsamen Erklärung unter dem Titel „Florenz-Nachhaltigkeitscharta“ fest, dass die globalen Landwirtschafts- und Ernährungssysteme in den vergangenen Jahrzehnten „zu einer erheblichen Zunahme der Nahrungsmittelproduktion zur Ernährung einer wachsenden Bevölkerung geführt haben“. Gleichzeitig wird aber auch eingeräumt, dass die Welt bei den Nachhaltigkeitszielen (SDG) der Vereinten Nationen (UN) für eine Welt ohne Hunger vom Pfad abgekommen sei.
Angesichts aktueller Herausforderungen wie Extremwetterereignisse, zunehmende Tier- und Pflanzenkrankheiten, der Corona-Pandemie und der wieder steigenden Zahl an Hungernden sei es zwingend erforderlich, koordiniert gemeinsame Maßnahmen anzuschieben. Konkret sprechen sich die Agrarminister für eine engere Zusammenarbeit zwischen den G20-Staaten und Entwicklungsländern aus. Die Kapazitäten der Agrarproduktion seien durch Wissensaustausch zu fördern. Die für Deutschland nach Florenz gereiste Staatssekretärin Beate Kasch vom Bundeslandwirtschaftsministerium betonte die Bedeutung von mehr Klimaschutz. „Der Klimawandel gefährdet die weltweite Ernährungssicherung – darauf brauchen wir eine starke Antwort“, sagte Kasch. Beim G20-Ministertreffen ist der Staatssekretärin zufolge dazu ein „entscheidender Schritt“ gemacht worden.