G20: Pläne für die Landwirtschaft

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Die Außen- und Entwicklungsminister der G20-Staaten haben bei ihrem Treffen die Bedeutung des Welthandels und der Welthandelsorganisation (WTO) unterstrichen. Ein offenes, transparentes, berechenbares und faires multilaterales Handelssystem nach den Regeln wirke Marktunsicherheiten entgegen und trage durch den Handel mit Agrar- und Ernährungsgütern zu Versorgung und Ernährungssicherheit bei, heißt es in der „Matera-Erklärung zu Lebensmittelsicherheit, Ernährung und Ernährungssystemen“. Der internationale Handel sei essenziell, um den Zugang zu Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen für die Produktion von sicheren, nahrhaften und bezahlbaren Lebensmitteln zu garantieren. Sicherstellen wollen die G20-Staaten, dass ungerechtfertigte Eingriffe in den freien Handel nicht zu exzessiven Schwankungen der Nahrungsmittelpreise führen. Politik, Forschung und Investitionen sollten sich da­rauf konzentrieren, die Kleinbauern in Entwicklungsländern zu unterstützen, global die logistische Vernetzung zu verbessern sowie Effizienz und Widerstandsfähigkeit der Wertschöpfungsketten zu erhöhen. Beschleunigen wollen sie außerdem die Anpassung der Landwirtschaft und der Ernährungssysteme an den Klimawandel. Zu diesem Zweck sollen unter anderem neue agro-ökologische Ansätze und die Förderung der Biodiversität die Widerstandskraft der Landwirtschaft erhöhen. Der Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Dr. Qu Dongyu, forderte die Minister auf, mehr Investitionen in den ländlichen Räumen vorzunehmen und die Anstrengungen im Kampf gegen Hunger und Armut auszuweiten. Mit Landwirtschaft könne Armut und Ernährungspro­blemen begegnet und zugleich ungewollte Migration verringert werden. Rund 80 % des ärmsten Teils der Weltbevölkerung lebten in ländlichen Gebieten und arbeiteten in der Landwirtschaft, litten aber zugleich Hunger.

AgE