Im Hinblick auf die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat sich der Landwirtschaftsausschuss im Europaparlament dafür ausgesprochen, die Beratungen auf der Grundlage seiner April-Beschlüsse wieder aufzunehmen. Ein entsprechendes Ersuchen wurde an die sogenannte Konferenz der Präsidenten (COP), dem Parlamentspräsidenten und die Fraktionsvorsitzenden, gerichtet. Es müsse sichergestellt werden, dass die neuen Europaabgeordneten die Möglichkeit erhalten, sich mit den Gesetzesentwürfen auseinanderzusetzen, erklärte der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, der CDU-Agrarpolitiker Norbert Lins. Um andererseits Zeit zu sparen, damit die Landwirte und Verbraucher eher früher als später Klarheit haben, „wollen wir vermeiden, die Debatte über die Zukunft der GAP von Grund auf neu zu führen“, sagte Lins. Über die Empfehlung des Landwirtschaftsausschusses wird die COP voraussichtlich am 19. September entscheiden. Im April dieses Jahres hatte der Ausschuss seine Stellungnahmen beziehungsweise Empfehlungen zu den drei Kommissionsvorschlägen zur GAP-Reform, den Verordnungsentwürfen zu den Strategieplänen, zur gemeinsamen Marktorganisation sowie zur Finanzierung, Verwaltung und Überwachung der GAP, beschlossen. Da es aber nicht zur Ersten Lesung der drei Gesetzesentwürfe im Parlament kam, ist es nun Sache der COP zu entscheiden, ob die April-Beschlüsse des Landwirtschaftsausschusses direkt unverändert in das Plenum gehen oder ob dieser, wie ersucht, nochmals darüber beraten darf. AgE