Für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 empfiehlt der französische Rechnungshof, die Basisprämien auf nationalem Niveau zu vereinheitlichen. Das gehe aus einer Analyse zu den Auswirkungen der Direktzahlungen zwischen 2008 und 2015 hervor. Die Beihilfen sollten in Frankreich im Zuge der aktuellen GAP-Reform auf nationalem Niveau vollständig harmonisiert werden, heißt es in dem Donnerstag vergangene Woche veröffentlichten Bericht. Unterschiede in den Grundzahlungsansprüchen seien heutzutage nicht mehr zu rechtfertigen. Außerdem schlagen die Pariser Prüfer vor, die Mechanismen, die die Wirksamkeit der Beihilfen bestimmen, zu identifizieren und genauer zu untersuchen. Zugleich sollten die realen Effekte auf die Einkommen der Landwirte regelmäßig überprüft werden. Dem System der Direktzahlungen im Zeitraum von 2008 bis 2015 stellte der französische Rechnungshof kein gutes Zeugnis aus. Die Auswirkungen seien sowohl in Bezug auf das Einkommen der Landwirte als auch auf die Wirtschaftlichkeit der Betriebe und die Umwelt „bestenfalls ungewiss“. Es habe nur eine unzureichende Erfolgskontrolle und Überwachung gegeben. Zudem habe die Art der Verteilung eine Ungleichheit befördert und keine sachliche Begründung mehr gehabt. Auch die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Landwirte gaben dem Rechnungshof Anlass zur Kritik. Das Jahreseinkommen von bis zu 30 % der Bauern habe trotz der Subventionen von 2008 bis 2015 unter 9 500 € gelegen. In „schlechten Jahren“ habe mehr als ein Viertel der Bauern sogar ein negatives landwirtschaftliches Einkommen erzielt. AgE