Als einen möglichen Ersatz für russische Erdgaslieferungen will die Europäische Kommission die Herstellung von Biomethan in der Gemeinschaft spürbar ankurbeln. Wie die Brüsseler Behörde in ihrem am Mittwoch vergangener Woche im Rahmen des „REPowerEU“-Plans vorgelegten Aktionsplan zur Stärkung der Biomethanerzeugung feststellt, soll die Biomethanproduktion in der Gemeinschaft bis 2030 auf rund 35 Mrd. m3 erhöht werden; das wäre eine Verdoppelung des derzeitigen EU-Ziels. Erzeugt werden soll das Biogas aus „nachhaltigen Biomassequellen wie landwirtschaftlichen Abfällen und Reststoffen“. Die bisherige Deckelung für Biokraftstoffe bei 7 % soll bestehen bleiben. Die Kommission schlägt in dem Aktionsplan vor, die bisherigen Haupthindernisse für eine umfassendere Erzeugung und Nutzung von Biomethan zu beseitigen und dessen Integration in den EU-Gasbinnenmarkt zu erleichtern. Dazu soll eine Industriepartnerschaft für Biogas und Biomethan eingerichtet werden.
Die Mitgliedstaaten sieht Brüssel gefordert, an nationalen Strategien für die Erzeugung dieses Energieträgers zu arbeiten. Neben einer engeren Zusammenarbeit mit Nachbar- und Beitrittsländern in diesem Bereich will die Kommission auch die betreffende Forschung, Entwicklung und Innovation stärker unterstützen. Zudem soll der Aufbau von Biogas-Energiegemeinschaften gefördert werden.