Geburtshilfe – so gelingtʼs

Foto: Viola Erfkämper

An einer Dummy-Kuh zeigt Dr. Melanie Eisert, Fachtierärztin für Rinder, wie die Geburtshilfe funktionieren kann. Durch eine realistische Nachbildung des Geburtsvorgangs können die Herausforderungen und Abläufe einer Geburt in einer kontrollierten Umgebung geübt werden. Viola Erfkämper, Landwirtschaftskammer NRW, berichtet.

 

Die Geburt eines Kalbs läuft in der Regel folgendermaßen ab: Beim routinemäßigen Durchlaufen des Stalls fallen die ersten Geburtsanzeichen auf. Nach zwei Stunden kann der Muttermund schon geöffnet sein, die Allantoisblase und die Schleimblase, in der sich das Kalb befindet, sind zu sehen. Wenn die beiden Blasen platzen, ist die Öffnungsphase abgeschlossen und die Austreibungsphase folgt. Die Klauenspitze zeigt sich zuerst, danach Flotzmaul und Zunge. Ein kurzes Pausieren der Geburt in dieser Phase ist normal. Danach kommt der Nasenrücken zum Vorschein. „Bis der Kopf kommt, nicht nervös werden. Es kann nichts passieren, da die Nabelschnur noch relativ weit hinten ist. Hier heißt es Ruhe bewahren“, erklärt Dr. Eisert. Der Kopf kommt, Ohren und Nacken des Kalbs folgen. Wenn der Kopf vollständig draußen ist, kann die Schleimblase geöffnet werden. Mit wenigen Bauchpressen ist das Kalb vollständig auf der Welt.

 

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