2024 ist ein Schneckenjahr. Da Raps und Getreide für Acker- und Wegschnecken begehrte Nahrung sind, müssen gute Kontroll- und Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden. Ursula Furth, Landwirtschaftskammer NRW, gibt einen Überblick.
Ein milder Winter, ein kühles Frühjahr sowie nasse Witterung in den vergangenen Wochen und Monaten begünstigen das Vorkommen, die Aktivität und die Vermehrung von Schnecken. Aktuell sind Schnecken überall in großer Anzahl zu beobachten. Damit bergen sie eine große Gefahr für die bevorstehende Aussaat von Raps und Getreide. Bei starkem Besatz können Ackerschnecken in auflaufenden Beständen erheblichen Schaden anrichten. Ohne Kontrollmaßnahmen wird Schneckenbefall oft zu spät bemerkt und es kann zum Totalausfall führen.
Raps als Leckerbissen
Im Raps herrschen für Schnecken besonders günstige Lebensbedingungen, weil diese Pflanzen für sie sehr schmackhaft sind und einen hohen Nahrungswert haben. Rapskeimlinge sind schon eine begehrte Nahrung, bevor ihre Keimblätter den Boden durchstoßen. Nach dem Auflaufen fressen Schnecken auch Blätter und Stängel. Typische Symptome sind ein unregelmäßiger Fenster-, Loch- oder Blattrandfraß. In der frühen Jugendphase bis zum Entfalten der ersten Laubblätter ist der Raps äußerst empfindlich. Je weiter sich der Bestand entwickelt, desto besser kann er den Schaden kompensieren. Ab dem 4. bis 6. Laubblatt ist Raps durch Schneckenfraß in der Regel nicht mehr gefährdet.
Mehr in LZ 32-2024 ab S. 34