Gefährliches Spiel

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Getestete Spiele-Apps für Kinder fast alle mit gravierenden Mängeln

 

Amokläufe, Hassbotschaften, Sexszenen – beim Test von Spiele-Apps für Kinder fand die Stiftung Warentest reihenweise alarmierende und nicht akzeptable Inhalte. Auch die Geschäftsmodelle der App-Anbieter sind für Kinder höchst bedenklich. Fast alle der 16 populären Games im Test sind durchgefallen.

 

„Wir hatten schon in den Jahren 2017 und 2019 zwei Untersuchungen durchgeführt, aber inzwischen ist die technische Entwicklung doch deutlich vorangeschritten, sodass es für uns sinnvoll war, dass wir uns diesen Markt noch einmal angesehen haben“, erklärte Dr. Holger Brackemann, Bereichsleiter Untersuchungen, vor Medienvertretern.

 

 

 

Sein Kollege Martin Gobbin, Multimedia-Experte der Stiftung Warentest, machte es zum Einstieg konkret: Eine Figur läuft die Straße entlang, in der Hand ein Maschinengewehr. Sie erschießt eine andere Figur, das Blut spritzt, der Täter lädt nach und knallt noch jemanden ab.

 

„Was denken Sie, wie alt muss ein Kind sein, um sich diesen Amoklauf anzusehen?“, wurden die Medienvertreter gefragt. Die Alterseinstufung der App, in der dieses Video gefunden wurde, beträgt 12 Jahre. „Aber es ist auch völlig unproblematisch für unsere Testspieler gewesen, die vorgegeben haben, 10 Jahre alt zu sein, sich dieses Spiel herunterzuladen und dieses Video anzusehen“, berichteten die beiden Testexperten. Und das sei nicht das einzige verstörende Ergebnis, das sie in diesem Test festgestellt haben.

 

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