Auf den hohen Eigenanspruch der deutschen Geflügelerzeuger bei der Verbesserung des Tierwohls hat der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Leo Graf von Drechsel, hingewiesen. Beim Zukunftsdialog der deutschen Geflügelwirtschaft erklärte von Drechsel vergangene Woche in Berlin, die im vergangenen Jahr vorgestellte Geflügelcharta, in der Tierwohl und Tiergesundheit als zentrale Aufgaben der Branche definiert seien, stelle sowohl Leitbild als auch Gesprächsangebot an alle Teile der Gesellschaft dar. Diese müsse aber auch erkennen, dass Fleischverzehr nicht ohne Fleischerzeugung funktioniere. In der Debatte um eine akzeptable Tierhaltung dürften die Landwirte deshalb nicht außen vor bleiben. Von Drechsel verwies in diesem Zusammenhang auf eine Studie des Handelsblatt Research Instituts über die Geflügelhaltung in 16 wichtigen Erzeugerländern, die den deutschen Haltern auch im internationalen Vergleich sehr gute Arbeit bescheinige. Dies solle die deutschen Geflügelhalter nicht von weiteren Maßnahmen zur Steigerung des Tierwohls abhalten.