Geflügelpest in Wesel

Foto: Landkreis Wesel

Im Kreis Wesel gibt es erneut einen Verdacht auf einen Ausbruch von Geflügelpest bei Hausgeflügel. Das Influenzavirus vom Typ H5 wurde am Montag den 11. April in einem Putenmastbetrieb mit 44 500 Tieren in Kamp-Lintfort festgestellt. Dr. Antonius Dicke, Leiter des Kreisveterinäramts in Wesel vermutet, dass das Virus aus der Wildvogelpopulation des anliegenden Naturschutzgebiets eingebracht wurde.

Am Samstag vergangener Woche stellte der Geflügelhalter  ungewöhnlich viele verendete Puten fest und alarmierte seinen Hoftierarzt. Nachdem am Montagnachmittag die amtlichen Ergebnisse vorlagen, erfolgten bereits die Tötung und die unschädliche Beseitigung der Puten. Der Kreis geht davon aus, dass spätestens am Mittwochvormittag die Ställe leer und die ersten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen so weit abgeschlossen sind, dass von dem Betrieb keine Gefahr für andere Tierhaltungen ausgeht. Als weitere Maßnahme zur Seuchenbekämpfung erfolgt die Einrichtung einer Sperrzone um den betroffenen Betrieb mit einem Radius von mindestens 10 km, die in eine Schutz- und eine Überwachungszone aufgeteilt ist. Aufgrund der Lage unmittelbar an der Kreisgrenze sind die Gebiete nahezu gleichmäßig auf die Kreise Kleve und Wesel verteilt. Hinzu kommt ein kleines Gebiet im Kreis Viersen.

Innerhalb der Sperrzone sind im Kreis Wesel rund 279 gewerbliche und Hobby-Geflügelhaltungen mit insgesamt rund 87 000 Tieren bekannt. Für Geflügelhalter innerhalb der Sperrzone gibt es Einschränkungen für die Vermarktung von Geflügel und Geflügelprodukten. Geflügelbestände in der Sperrzone, die noch nicht bei der Tierseuchenkasse gemeldet worden sind, sind unbedingt dem Kreis Wesel zu melden. Darüber hinaus sind Bestandveränderungen genau zu dokumentieren.

Verdachtsfälle auf Geflügelpest können per Email an VET.LM@kreis-wesel.de oder telefonisch unter 0281 – 207 7007 gemeldet werden.