Planungssicherheit versprechen CDU und CSU den Landwirten. In ihrem Sofortprogramm zur Bundestagswahl, das Kanzlerkandidat Armin Laschet am Montag vergangener Woche in Berlin vorgestellt hat, erteilen die Unionsparteien neuen Belastungen für die Landwirte eine Absage. Sie kündigen Bestandsschutz für Stallbauinvestitionen an, um auf diese Weise für Verlässlichkeit und Sicherheit zu sorgen. Zugesichert wird auch, Leistungen für den Klima- und Umweltschutz mehr anzuerkennen. Belohnt werden soll laut 100-Tage-Programm die Bindung von CO2. Man werde eine marktfähige Entlohnung für den Beitrag sicherstellen, den Wald und Grünland zu der Bindung von CO2, der Produktion von Sauerstoff und der Sicherung der Biodiversität leisten, heißt es in dem fünfseitigen Papier, in dem die Aussagen zur Landwirtschaft unter dem Oberbegriff „Mittelstandspaket“ zusammengefasst sind. Im Rahmen eines „Klimaschutzpakets“ wollen CDU und CSU dafür sorgen, dass Investitionen in Klimatechnologien und Energieeffizienz zur CO2-Reduktion steuerlich besser abgesetzt werden können. In Aussicht gestellt wird eine „Transformationsallianz, um gemeinsam mit Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Umweltverbänden den Weg zum klimaneutralen Industrieland zu gehen“. Vorgelegt werden soll ein „Beschleunigungspaket für Genehmigungsverfahren“. Für digitale Infrastruktur, erneuerbare Energien, Bahnstrecken „und andere nachhaltige Projekte“ wolle man ein „Fast-Track-Genehmigungsverfahren“ einführen, heißt es im Programm. Mit einem umfangreichen „Entfesselungspaket“ sollen Betriebe von Bürokratie entlastet werden.