Der Bundeslandwirtschaftsminister hat sich gegen staatliche Vorgaben für eine Reduzierung des Fleischkonsums gewandt. „Ich bin gegen jede Form der Ernährungsideologie“, erklärte der Minister anlässlich des Beginns der Fastenzeit in der vergangenen Woche in Berlin. Ihm zufolge solle und dürfe jeder essen, „was ihm schmeckt und ihn glücklich macht.“ Eine gute Ernährung lasse sich nicht per Gesetz verordnen. Schmidt betonte zugleich, jeder Einzelne könne durch sein Konsumverhalten einen wertvollen Beitrag für mehr Gesundheit, Tierwohl und Klimaschutz leisten. Als Grundlage dafür sorge die Bundesregierung für „Transparenz, Verbraucherbildung und gesetzliche Rahmenbedingungen“. Einen „Gülle-Soli“ oder Steuererhöhungen für Fleisch werde es nicht geben, versicherte der CSU-Politiker. Unterdessen warnte der Deutsche Bauernverband (DBV) vor einer politischen Instrumentalisierung der Fastenzeit. Die Fleischkritiker in Politik und Verbänden sollten den Verbrauchern nicht vorgaukeln, mit Fasten und dem Verzicht auf Fleisch könne das Klima gerettet werden, erklärte der Bauernverband. Man solle sich stattdessen den energiebedingten Emissionen als tatsächlicher Ursache der Erderwärmung annehmen.