Gehört die Zukunft dem Rohrschwingel?

Foto: Hubert Kivelitz

Die letzten extrem trockenen Vegetationsjahre haben auf dem Grünland zu Ertragseinbußen von 30 bis 50 % geführt. Schnell wurden Rufe nach veränderten pflanzenbaulichen Strategien oder nach trockenheitstoleranten Futterpflanzen laut, um die Widerstandsfähigkeit des Grünlands gegen Wetterextreme zu verbessern. Was der Rohrschwingel hier leisten kann, weiß Hubert Kivelitz, Landwirtschaftskammer NRW.

 

Rohrschwingel zeigt gegenüber anderen wichtigen Kulturgräsern wie Deutschem Weidelgras, Wiesenschwingel, Wiesenlieschgras oder Wiesenrispe eine höhere Trockenheitsverträglichkeit. Die Pflanze hat im Vergleich zu anderen Futtergräsern ein sehr ausgeprägtes und bis zu 2 m tief reichendes Wurzelwerk. Der Rohrschwingel lässt sich deshalb durch vorübergehenden Wassermangel kaum beeindrucken und rückt aufgrund seiner besseren Ressourceneffizienz in den Blickpunkt. Allerdings kommt selbst der Rohrschwingel bei lang anhaltender Trockenheit insbesondere auf sandigen oder sehr flachgründigen Standorten an seine Grenzen.

 

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