Gekoppelte Zahlungen abschaffen

Faire Wettbewerbsbedingungen auch nach der Zuckermarktreform und dem Ende der Quotenregelung im kommenden Jahr hat der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) angemahnt. Auf seinem Verbandstag auf Burg Warberg forderte der Vorsitzende, Helmut Bleckwenn, Mitte vergangener Woche die Abschaffung der gekoppelten Zahlungen für den Rübenanbau, die noch in zehn EU-Mitgliedstaaten gewährt werden. Dazu gehören Polen, Italien, Spanien und die Tschechische Republik. Auch auf dem globalen Zuckermarkt muss sich die EU-Kommission aus Verbandssicht künftig für die Belange von Rübenanbauern und Zuckerunternehmen stark machen. „Länder wie Brasilien, Indien und Thailand fördern massiv den Anbau von Zuckerrohr. Dagegen wird die Europäische Union zu einem der am wenigsten regulierten Zuckermärkte weltweit“, erklärte Bleckwenn. Ohne faire Spielregeln innerhalb und außerhalb der EU stünden die heimischen Rübenbauern im internationalen Wettbewerb daher vor sehr großen Herausforderungen. Ein weiterer Zugang von Drittländern zum EU-Zuckermarkt im Rahmen von Freihandelsabkommen dürfe es nicht geben.