Der niederländischen Firma Mosa Meat, die sich auf die Erzeugung von Rindfleisch in Zellkulturen konzentriert, sind von Investoren im Rahmen einer zweiten Finanzierungsrunde jetzt insgesamt umgerechnet 47 Mio. € zugeflossen. Wie das Unternehmen in Maastricht mitteilte, soll mit dem Geld die Pilotanlage zu einem Betrieb in industrieller Größenordnung ausgebaut werden. Außerdem sei geplant, die Zahl der Mitarbeiter zu erhöhen. Bisher seien in dem Unternehmen 50 Personen beschäftigt. Nach eigenen Angaben verhandelt Mosa Meat zurzeit über eine Zulassung für die Vermarktung von in-vitro-Rindfleisch in Europa mit den zuständigen Behörden. Auf die Nennung eines Termins für die Markteinführung wurde zuletzt aber ausdrücklich verzichtet. Mitgründer von Mosa Meat sind Prof. Mark Post von der Universität Maastricht und Peter Verstrate, die 2013 in London den ersten Hamburger mit „Laborfleisch“ aus Zellkulturen von Kühen vorstellten. Investoren sind unter anderem die Schweizer Bell Food Group, die zu den führenden europäischen Fleischverarbeitern gehört, sowie der Luxemburger Fonds Blue Horizon Ventures und der auf Risikokapitalbeteiligungen spezialisierte Fonds M Ventures.