Der Verein Mutterkuhhalter NRW hat am Donnerstag vergangener Woche den Start seines Projekts zur Gemeinschaftswerbung eingeläutet. Die Veranstaltung fand in Burscheid auf dem Betrieb der Familie Jörgens statt und wurde von NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen mit einem Grußwort eröffnet. „Durch die Weidehaltung trägt die Mutterkuhhaltung zum Erhalt unserer Kulturlandschaft bei“, betonte sie darin. Außerdem entspreche diese Haltungsform aufgrund eines hohen Maßes an Tierwohl den gesellschaftlichen Erwartungen an die Tierhaltung. „Der Verein Mutterkuhhalter NRW führt nun ein Vermarktungsprojekt durch, das über ein Landesprogramm zur Ansatzförderung unterstützt wird. Wir haben ein sehr umfangreiches Paket mit Maßnahmen auf den Weg gebracht, das unsere Mutterkuhhalter darin unterstützt, eigenverantwortlich zu wirtschaften und sich in dem gegebenen Marktumfeld erfolgreich bewegen zu können“, berichtete die Ministerin. Sie bedankte sich bei den Vorsitzenden des Vereins für den regen Austausch und erklärte, dass sie den Dialog in Zukunft weiter fortsetzen möchte.
Anschließend stellte Bettina Hörstmeier, 2. Vorsitzende des Vereins, die ersten Ergebnisse der Gemeinschaftswerbung „Mutterkuh NRW“ vor. Gemeinsam mit einer Werbeagentur wurden ein Logo für die Kampagne, Broschüren und Roll-ups entwickelt. Weiteres Werbematerial in Form von Werbebannern, Hofschildern und Aufklebern ist in Arbeit und wird ebenfalls zeitnah für die Landwirte verfügbar sein. Außerdem werden die Website www.mutterkuh-nrw.de sowie eine Facebook- und eine Instagram-Seite bald mit Inhalten gefüllt, um für die Mutterkuhhaltung in NRW zu werben. Ziel ist es, so in Politik und Gesellschaft ein Bewusstsein für die Bedeutung der Mutterkuhhaltung in NRW zu schaffen, die in der Kampagne mit den Schlagworten „natürlich – nachhaltig – genussvoll“ umschrieben wird. „Wir möchten faire Preise für unser hochwertiges regionales Rindfleisch erzielen“, machte Hörstmeier deutlich. Die Umweltleistung, die die Mutterkuhhaltung erbringt, brauche ein Preisschild, „denn aus Wertschätzung muss Wertschöpfung werden“, betonte die 2. Vorsitzende des Vereins. Thomas Wiese, 1. Vorsitzender des Vereins, berichtete, dass dem im Mai 2022 gegründeten Verein mittlerweile etwa 140 Mitglieder beigetreten sind, und er hofft, dass weitere hinzukommen. Außerdem unterstützen einige Fördermitglieder die Mutterkuhhalter NRW. Dazu zählen neben Agravis, Bioland und Biokreis auch einige Kommunen.
kj