Pflanzenzüchter der Universität Bonn haben Genvarianten in Weizen und Gerste identifiziert, die zu einer Verbesserung der Stickstoffverwertung der Pflanzen führen. Wie das Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Bonner Hochschule mitteilte, handelt es sich um Genvarianten des Nitratsensors NPF2.12. Dieser sei ein sogenannter Negativregulator, dessen verringerte Expression durch einen ausgeklügelten Mechanismus zu mehr Wurzelwachstum und in der Folge zu höheren Stickstoffgehalten im Spross führe. Das INRES wertete die Ergebnisse als „wegweisend für die Pflanzenzüchtung“. Ein besseres Verständnis der genetischen und molekularen Funktion der Stickstoffsensorik werde die Züchtung von Sorten mit verbesserter Stickstoffnutzungseffizienz beschleunigen. Hierfür müssten aber die einzelnen Schritte der Signalkette des Sensors NPF2.12 noch besser verstanden werden. Die Studie ist im Magazin „New Phytologist“ publiziert worden.