Gepfeffert und gesalzen

An Ostern gehören bei den meisten Eier auf den Tisch. Dass diese auch mal mit besonderem Inhalt daherkommen können, zeigt ein Silberschmied aus Köln. Er verwandelt Hühnereier in Salz- und Pfefferstreuer.

Foto: Kathrin Ernsting

An Ostern gehören bei den meisten Eier auf den Tisch. Dass diese auch mal mit besonderem Inhalt daherkommen können, zeigt der Kölner Micha Peteler. Die Geschichte dieser lange haltbaren Eier beginnt an Ostern 2006. Ein Eiergestaltungswettbewerb, die Idee eines Salzstreuers, der nur durch sein inneres Gewicht zum Stehen kommt, und ein weißes Hühnerei – mehr brauchte es nicht, um in Micha Peteler die Kreativität zu wecken. Der Kölner Silberschmied beschäftigt sich mit Objekten der Tafelkultur, vom Silberbecher bis zum Kerzenleuchter, oder stattet beispielsweise Kirchen mit handgefertigten liturgischen Gefäßen wie Abendmahlskelch und Ziborium aus. Die Form des Eis brachte ihn auf eine Idee: Wa-rum nicht aus einem gewöhnlichen Hühnerei einen Salzstreuer bauen? „Für einen Silberschmied sind Salz und Pfeffer immer ein Thema. Ich hatte schon lange die Idee, mal einen Salzstreuer zu machen, der quasi rund ist, eine organische Form hat, die nur dadurch stehen bleibt, dass sie ein inneres Gewicht hat, also ohne Fuß auskommt.“ Als die Familie an Ostern Eier bemalte, kam ihm der Gedanke: „Da habe ich doch schon einen fertigen Korpus!“

So verwandelte sich ein gewöhnliches weißes Hühnerei in einen ersten Salzstreuer. Daran, dass die Idee dann weitergesponnen wurde, ist Tochter Sophia nicht ganz unschuldig. Sie erkannte schnell: „Papa, jetzt machst du noch ein braunes Ei, dann haben wir Salz und Pfeffer!“

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