Die Wintergerste zählt nach wie vor in vielen Betrieben zu einem festen Glied in der Fruchtfolge. Besonders im Erntejahr 2015 konnte die Gerste oft durch hohe Erträge überzeugen. Durch den trockenen Mai hat es in der Gerste im letzten Jahr kaum Lager gegeben. Tobias Schulze Bisping, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, erklärt, worauf Sie zurzeit achten müssen.
Viele gut angedüngte Gerstenbestände stehen in den Startlöchern und präsentieren sich gut. Der Großteil ist normal entwickelt und befindet sich in EC 25 bis 29. Gerste ist durch den zunächst kühlen Oktober im letzten Herbst/Winter nur selten überwachsen. Der kühle März hat die wenigen überentwickelten Bestände wieder gebremst und den Entwicklungsstand auf ein Normalniveau gebracht. Ab den 10. April werden in wärmeren Regionen dennoch vermutlich einige früh bis normal gesäte Bestände ins Schossen übergehen. Der zunehmende Langtag und die Erwärmung kurbeln das Längenwachstum an. In spät, beispielsweise nach Mais, gedrillten Gersten wird man mit der ersten Behandlung noch bis zur letzten Aprildekade warten können.
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