2023 zahlten Landwirte in NRW für 1 ha Ackerland durchschnittlich 659 € Pacht, bei Neuverpachtung oder Preisanpassung sogar 781 €. Im Vergleich zu 2010 legten die Preise insgesamt um 66 % zu. Pächter in NRW müssen bundesweit am tiefsten in die Tasche greifen. Jürgen Boerman und Ulrike Lemke, Landwirtschaftskammer NRW, geben einen Überblick über die aktuellen Zahlen.
Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2023 hat der Landesbetrieb Information und Technik NRW (IT.NRW) eine Stichprobe von Landwirten zu ihren Pachtverhältnissen befragt. Aufgrund der repräsentativen Erhebung stehen die Pachtzahlen lediglich auf Regierungsbezirksebene zur Verfügung. Für die Landwirte sind Pachtzahlen sensible Daten, was bei einigen zu einer geringeren Auskunftsbereitschaft führt. Dennoch sind diese Informationen sowohl für die Pächter als auch für die Verpächter zur Orientierung wichtig. Fast drei Viertel aller landwirtschaftlichen Betriebe haben Flächen gepachtet. Dabei handelte es sich zu 90 % um Einzelunternehmen oder Familienbetriebe, von denen 52 % im Haupterwerb wirtschafteten. Die gesamte Pachtfläche in NRW betrug 864 200ha und machte 58 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) in NRW aus. Im Rheinland waren 64 %, in Westfalen 55 % der gesamten LF gepachtet.
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